Stille Post 2.0

In den vergangenen Tagen, haben viele, u.a. auch sehr bekannte, Webseiten (ich will jetzt keine Namen nennen, aber Ihr könnt ja einfach mal nach den Begriffen camp Apple Store London googlen 😉 ) darüber berichtet wie Rob Shoesmith bereits jetzt vor dem Apple Store in London für das iPhone 5 / 4S (wie auch immer der nächste Geniestreich dann heißen wird) kampiert, obwohl bisher noch nicht einmal ein Termin seitens Apple für den Release bekannt gegeben wurde. Keine Sorge: Die Geschichte stimmt so nämlich nicht. Shoesmith ist zwar schon fleißig am berichten über sein vorhaben, hat jedoch noch nicht mit dem campen begonnen.

Nachdem ein Bild (in seiner Wohnung) von ihm im Zelt aufgenommen wurde hat jemand berichtet, dass Shoesmith bereits draußen vorm Apple Store wartet. Diese Nachricht hat sich dann sehr schnell verbreitet und anscheinend haben auch die größeren Webseiten (bei denen ich zumindest eher Gefühl von Seriosität habe) die Information so weitergegeben, ohne dies wirklich zu prüfen.

Schon mal drüber nachgedacht, warum in den Medien so ein großer Hehl um die Quellenangaben der Doktorarbeiten diverser Politiker gemacht wird? Unter anderem soll dem Leser die Möglichkeit gegeben werden, bei Bedarf den Originaltext möglichst leicht zu finden und gegebenenfalls überprüfen zu können, ob die Quelle im neuen Text denn auch richtig verwendet wurde oder eventuell komplett aus dem Kontext gerissen wurde.

Bei dieser Geschichte musste ich sofort an zwei Aussagen aus meiner Schul- bzw. Studienzeit denken:

  1. Unsere Lehrerin in der neunten oder zehnten Klasse erklärte uns, nicht zu viel auf ein Bild, dass mit einem Bericht abgedruckt wird zu geben. Sie zeigte uns einen Artikel aus einer Zeitschrift für Lehrer und Schulen in dem über ein neues Projekt berichtet wurde, in dem Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse gemeinsam unterrichtet werden. Auf dem Bild war sie selbst zu sehen. Jedoch ohne jemals mit dem genannten Projekt in Berührung gekommen zu sein. Stattdessen hat sie eine siebte Klasse unterrichtet. Wenn man aber ein Bild zu einem Bericht sieht, nimmt man das meistens einfach so hin, ohne dies zu hinterfragen.
  2. Mein Professor im Studium hat uns davor gewarnt (natürlich gerade in wissenschaftlichen Arbeiten) Informationen, die auf weiteren Quellen basieren einfach so hinzunehmen, ohne die Originalquelle dazu gelesen zu haben. Häufiger als man denkt sind diese Infos nämlich vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen und haben überhaupt nichts mit dem Thema zu tun. Dies kann natürlich zu einer recht langen Suche nach dem Original führen, vor allem wenn man von Literatur in Form von Büchern ohne Links spricht.

Ich möchte jetzt auf niemandem mit dem Finger zeigen, sondern eher ins Bewusstsein rufen, dass nur weil etwas gedruckt oder im Internet veröffentlicht wird, man es dennoch ruhig hinterfragen darf. Meiner Ansicht nach, ist gerade durch die schnelllebigkeit des Internets der quantitative Anspruch an Informationen sehr groß. Will bedeuten: Es wird über jede Kleinigkeit berichtet. Und zwar so schnell wie möglich. Morgen ist die Story ja schon nicht mehr so interessant, weil noch 100 andere Webseiten darüber berichtet haben. Ich bin kein Journalist, denke aber, dass der Druck regelmäßig neue berichtenswerte Geschichten auszugraben recht hoch ist.

Das Internet bietet uns aber auch gleichzeitig die Möglichkeit relativ einfach weiter Recherchen zu den Hintergrundinformationen zu betreiben. Diese sollte man einfach mal nutzen.

Die Story hinter der Story:

Der gute Rob hat im Rahmen lediglich seines iPhone 5 Experiments lediglich angekündigt, dass er vor dem Apple Store in London campen wird. Die Idee ist, zum Nulltarif zu campen. Wie er das schaffen will? Da Apples Produkte sich großer Beliebtheit und regelmäßigem Hype erfreuen, fragte er sich, ob es nicht ein paar Unternehmen gäbe, die von diesem Hype bzw. dem Medieninteresse, dass sich um Shoesmiths Vorhaben bilden könnte, profitieren möchten und deshalb mit Hilfe der eigenen Produkte das Campingvorhaben unterstützen. Die Rechnung ist mehr als aufgegangen und so bekommt Rob Shoesmith relegmäßig neue Sendungen. O-Ton: „The postman doesn’t like me right now“.

Shoesmith, der einst in Derby (England) „Internet Marketing“ studierte (kannte ich bislang gar nicht als Studiengang, klingt aber spannend, oder? Hätte ich davon mal früher erfahren 😉 ), unterbrach sein Studium mit dem Plan zunächst etwas Geld zu verdienen, um anschließend weiter zu studieren. Was die ganze Geschichte noch spektakulärer macht ist, dass er um aus seiner finanziellen Misere rauszukommen, als Müllmann arbeitete. Sein Plan ging leider nicht ganz auf, so dass er sechs Jahre später immer noch seiner, ursprünglich als Übergangslösung geplanten, Tätigkeit nachging.
Inzwischen hat er jedoch bereits eine neue Beschäftigung gefunden: Durch die Idee für eine App, hat er die Aufmerksamkeit von MEDL Mobile, Inc. auf sich gezogen und ist nun für die PR dort zuständig. What a happy end!

Rob Shoesmith im Zelt mit einigen der ihm zur Verfügung gestellten Produkten für sein Vorhaben.

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TABLE.CONNECT zeigt wer den größten hat

iPhone zu klein um allen zu zeigen, was man präsentieren möchte? iPad auch? Beamer zu old-school?

Die Lösung ist klar. Sie heisst TABLE.CONNECT und wurde anscheinend mal nicht auf der anderen Seite des großen Teichs entwickelt. Wie dem Video zu

 

entnehmen ist, sprechen die Herren Deutsch (Schwiezer-Dietsch wenn mich meine Ohren nicht täuschen).
Die vermuteten Schweizer haben mit TABLE.CONNECT einen 58 Zoll Tisch mit Multitouchfunktionalität entwickelt. Bisher läuft das ganze nur mit einer App aus dem Cydia Store, benötigt also ein iPhone mit Jailbrake.
Freue mich schon auf Updates zum iPhonetable.

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Google Street View – Erste Deutschlandbilder online

Google hat die ersten Deutschlandaufnahmen veröffentlicht. Unter diesem Link kann man sich ausgewählte Sehenswürdigkeiten besuchen.

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Datenschutz bei Apps

Die Website Datenschutz Praxis hat einen Beitrag über Datenschutz bei Apps veröffentlicht und auch eine Checkliste mit den zu beachtenden Punkten erstellt. In der Tat stelle ich auch bei mir fest, dass man sich Apps gegenüber oft sehr leichtgläubig verhält und nicht immer mit der vielleicht doch angebrachten Skepsis behandelt. Ohne hier Böswilligkeit zu unterstellen, so ist die Facebook-App doch ein sehr gutes Beispiel dafür wie man mit einem Klick mal eben sein gesamtes Adressbuch dem Facebook-Server offenlegt. Die App bietet die Möglichkeit über einen Synchronisationsbutton, die Kontakte aus dem Adressbuch des Telefons mit den bei Facebook gespeicherten Benutzerbildern abzugleichen. Dabei ist egal, ob man mit seinen Adressbuchkontakten auch in den sozialen Netzwerk verbunden ist. Eine übereinstimmende Emailadresse reicht. Und da einige Leute anscheinend kein Problem damit haben sich mit ihrer beruflichen Emailadresse in einem sozialen Netzwerk zu registrieren, kommt es eben auch mal vor, dass das Telefonadressbuch nach dem Sync plötzlich mit Profilbildern von Menschen gefüllt wird, zu denen man eher ein förmliches Verhältnis pflegen möchte. In meinem Fall waren dies bspw. Mitarbeiter meiner Hochschule.

Als Hinweis zum Thema Datenschutz informiert die App mit den Worten „Wenn du diese Funktion aktivierst, werden alle Kontakte von deinem Handy (Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer) an Facebook gesendet und unterliegen dann den Datentenschutzrichtlinien von Faceboook.Zudem werden die Profilbilder deiner Freunde sowie andere Informationen von Facebook zu deinem iPhone-Adressbuch hinzugefügt. Bitte stelle sicher, dass deine Freunde mit deiner Nutzung ihrer Dateneinverstanden sind.“ …is klar. Ich klär das mal eben mit meinen „Freunden“ ab. Abgesehen von den privaten Kontakten hat man natürlich noch diverse nicht ganz so persönliche Kontakte in seinem Handy gespeichert. Hausarzt, Uniprofessor oder auch Expartner werden bestimmt nicht schlecht staunen, bei der Frage, ob man mal eben ihre Emailadresse an Facebook übermitteln können… weil das dann doch Soho cool ist, wenn man denjenigen anruft bzw. angerufen wird und dann das Bild ganz groß auf dem Display hat.

… Zugegeben, ich finde das auch ziemlich cool. Meine Begeisterung hält sich dann aber eben doch in Grenzen bei dem Gedanken, dass die ich zwar nicht u.U. gar nicht so gut kenne, die aber aus welchem Grund auch immer meine Emailadresse in ihrem Adressbuch gespeichert haben und diese einer App offenlegen, die zu einem nicht seriösen Unternehmen wie Facebook gehört.

Ich würde mein iPhone darauf verwetten, dass bis heute nicht ein einziger Nutzer der im Beispiel beschriebenen App das Einverständnis all seiner Kontakte eingeholt hat, um die Synchronisation durchzuführen.

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iPhone 3GS und iPhone 4 jetzt auch Vertragsfrei direkt bei Apple

Nachdem nun auch die anderen großen Mobilfunkanbieter neben T-Mobile das iPhone anbieten, sind das iPhone 3GS (8GB) und das iPhone 4 (16GB und 32 GB) sind nun auch bei Apple direkt im Store erhältlich.

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